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Gesund: Abendbrot mit der Familie


Gemeinsames Essen schützt Jugendliche vor Magersucht


Montag Salat, Dienstag belegte Brote und Donnerstag kommt das Schnitzel mit Pommes auf den Tisch. Auch wenn das Familienessen nicht immer kalorienarm ist, ist es für Jugendliche ganz besonders wichtig. Denn das gemeinsame Essen bewahrt sie vor Essstörungen wie Bulimie und Magersucht. Das fand eine US-amerikanische Wissenschaftlerin heraus.

Familienessen fördert gesunde Essgewohnheiten

Die Psychologin Barbara Fiese von der Universität Illinois wertete 17 aktuelle Studien zu Ernährungsgewohnheiten von Heranwachsenden aus. Mehr als 180.000 Kinder und Jugendliche nahmen daran teil.

Der Psychologin fiel auf: Die Jugendlichen, die wenigstens fünfmal pro Woche gemeinsam mit ihrer Familie aßen, erkrankten viel seltener an Essstörungen. Ihr Risiko Magersucht, Bulimie oder Essattacken zu bekommen, sank um 35 Prozent. Schon drei Familienessen pro Woche bewirkten viel. Die Jugendlichen aßen ausgewogener und hatten gesündere Essgewohnheiten. Außerdem kämpften sie im Vergleich zu Jugendlichen, die nicht so oft mit ihrer Familie aßen, zu zwölf Prozent seltener mit Übergewicht.

Jugendliche wollen das gemeinsame Abendbrot

Auch wenn viele Eltern es nicht glauben würden. Aber die Studie ergab auch, dass sich die meisten Jugendlichen über ein häufigeres gemeinsames Abendbrot freuen würden. Sie sehen es als regelmäßige Chance zum Austausch mit der Familie.

Essstörungen frühzeitig erkennen

Fiese erklärt sich die Ergebnisse ihrer Untersuchung so: Beim regelmäßigen gemeinsamen Abendessen sehen Eltern schon viel früher die ersten Anzeichen von Ess­störungen und können gegensteuern. Ihnen fällt auf, ob ihre Kinder Mahlzeiten auslassen, nichts oder nur sehr wenig essen oder ob sie sich nach dem Essen übergeben. Außerdem verbindet das Familienessen. Jugendlichen fällt es so leichter mit ihren Eltern und Geschwistern über ihre Probleme zu reden.

So kommen Sie Essstörungen auf die Spur:

  • Ihr Kind isst nicht mehr spontan, lustvoll und gern, sondern nur noch kontrolliert, zum Beispiel nur noch Fett-oder Kalorienarmes.
  • Es teilt Lebensmittel in „gut“ und „schlecht/gefährlich“ ein.
  • Ihr Kind lässt die Mahlzeiten aus, hat Ausreden wie „Ich habe schon gegessen.“
  • Das Essen ist chaotisch. Mal isst das Kind viel, dann wieder wenig.
  • Es fällt Ihrem Kind schwer, mit dem Essen aufzuhören und scheint weder Hunger noch Sättigung zu spüren.
  • Es isst nichts oder nur wenig, kaut jeden Bissen viele Male, nimmt winzige Portionen und schiebt das Essen auf dem Teller hin und her.
  • Ihr Kind geht direkt nach dem Essen zur Toilette, danach riecht es nach Erbrochenem.

21.07.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Tina Neundorf


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